Ein Platz zum Verbinden

Aktualisiert: 18. Juli 2020

Als ich an einem Morgen durch Bali laufe fällt mir auf, dass hier und da Menschen vor einem der unzählig vielen steinernen Schreine stehen. Die Hände zum Gebet vor dem Gesicht gefaltet, die Augen geschlossen. Ein besonderer Duft von Räucherstäbchen liegt in der Morgenluft. Diese Szene wirkt so friedlich. Es scheint als würde die Zeit eben mal still stehen.


Ich staune noch heute über dieses besondere Ritual, für das sich die Balinesen stets Zeit nehmen, egal wie viel Trubel drum herum herrscht. Solch einen heiligen Moment empfand ich damals als eindeutig fehlend in unserer Kultur.

Später lernte ich, es kommt nicht darauf an, was irgendwo fehlt, sondern darauf was wir beschließen in unser Leben zu holen.


Die Idee ist nicht neu. Wer schon mal einen Yogaraum betreten hat, kennt die schön dekorierten Altare. Und in so manchen Wohnräumen und Gärten finden sich auch bei uns immer mehr dieser "heiligen Plätze".

Warum ist das so? Wir Menschen scheinen eine sehr kommunikative Spezies zu sein. Wir reden nicht nur miteinander, sondern ganz gern auch mal mit dem Universum, Göttern oder anderen Wesenheiten.

Es tut eben gut, wenn man sich mit seinen Sorgen und Ängsten irgendwie gehört und verstanden fühlt. Ja es kann sogar heilsam wirken innerlich Raum zu schaffen und sich alles quasi von der Seele zu reden. Aussprechen schafft Klarheit und hilft gleichzeitig sich wieder neu auszurichten.


Erlaubt ist letztendlich alles, was gut tut und das Gefühl gibt, sich mit den Energien und Kräften zu verbinden an die wir persönlich glauben.

Der Ablauf einer solchen kurzen Zeremonie ist ungefähr so vielfältig, wie die Menschen selbst. Probier dich also einfach mal aus und schau was dir gut tut, so dass du es gerne in deinen Alltag integrieren möchtest!



Alles ist einer stetig fließenden Veränderung unterlegen, so auch unsere heiligen Plätze. Solltest du noch keinen besitzen, dann lass dich nun gerne dazu inspirieren! Deiner Phantasie sind bei der Umsetzung keine Grenzen gesetzt. Schließlich stellt dieser Bereich deinen ganz persönlichen "Fahrstuhl zu den himmlischen Kräften" dar.





Yoga Ritual


Solch ein Altar passt gut in den Raum, wo du auch Yoga machst. So brauchst du nur noch die Matte aus zu rollen und los geht's!

Meine Favoriten sind der Gong zum Einschwingen, eine Ganesha Figur (steht für den Beseitiger aller Hindernisse) und eine Mala Kette für die Meditation. Zudem ist es schön "Yantras" auf zu stellen. Neben der Blume des Lebens (s.Bild) gibt es noch viele weitere geometrische Strukturen, die Ausgleichend auf den Geist wirken sollen. Ein Räucherstäbchen und frische Blumen runden diesen farblich einfach gehaltenen Platz ab.








Minimalistisch und einfach



Ich persönlich habe einige Aspekte des Minimalismus zu schätzen gelernt.

Denn weniger "Zeug" verschafft am Ende mehr Zeit. Zeit sich darauf zu fokussieren, was wirklich wichtig für einen jeden ist.


Auf diesem Tablett findet sich also lediglich ein Räucherstäbchen, eine Kerze und eine Figur wieder.


Wirkliche Minimalisten benötigen selbst diese "Rumstehchen" nicht, aber ein leeres Bild hätte ich an dieser Stelle eher weniger ansprechend gefunden.






Schamanisch und naturverbunden



Im Schamanismus geht man davon aus, dass alles beseelt ist. Vom Tier bis zum Stein. Alles um uns herum trägt einen besonderen Spirit in sich.


Bei einem "Medicine Walk" durch die Natur geht man nicht nur mit einer bestimmten Frage auf Wanderung. Man kann auch die Natur um Antworten bitten.

So stellt der ausgewählte Platz im Haus oder Garten z. B. eine Sammlung verschiedener Zeichen dar.




Die "Geschenke der Natur" ergeben irgendwann ein fein vernetztes Gesamtbild.

Aber auch Räucherwerk und Kerzen ergänzen diesen Platz. Auch das auslegen eines Medizin-Rads stellt eine intensive Kommunikationsmöglichkeit mit den Naturkräften dar. (Schreib mir gern, wenn ich mehr Informationen dazu teilen soll.)





Bali Spirit


Mein persönlicher Favorit ist wie kann es auch anders sein durch die letzten Bali Reisen inspiriert!


Wenn du auch einen solchen Reiseort hast, zu dem du dich verbunden fühlst, vergleichbar mit einem Kraftort, dann probier dich einfach mal aus.


Überlege dir, was dich an diesen Ort erinnert und wie du deinen Hausaltar entsprechend gestalten kannst.


Typisch in der balinesischen Kultur sind kleine "Offerings". Diese Opfergaben beinhalten Blüten, Reis, Früchte, etwas Süßes, ein Räucherstäbchen und manchmal auch Geld.


Leichter her zu richten sind die schönen bunten Blumenschalen. Dazu einfach eine Schale mit Wasser füllen und z. B. Rosenblätter darin verteilen.




Modern und stilvoll



Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Der Vorteil bei diesem kleinen "Holy Space" ist, dass alles recht unscheinbar und eher dekorativ wirkt, ohne seinen wahren Zweck auf Anhieb zu enthüllen. So kann man diese Version praktisch überall umsetzen. Vom Regal, auf Beistelltischen oder auf Schlafzimmerkommoden.


Und falls du keine Räucherstäbchen magst oder diese nicht verträgst, kannst du zu Beginn deines Rituals auch ein Auraspray oder hochwertige ätherische Öle verwenden.






Ich hoffe du hast ein paar Ideen und Inspirationen für dich entnehmen können.

Abschließend kann ich nur sagen, dass diese kleinen unscheinbaren Orte oft mehr für uns tun können als wir zunächst annehmen. Denn sobald wir uns mal "neben der Spur" befinden oder merken, dass wir uns zeitweise zerstreut oder einfach unverbunden fühlen, kann es eine kraftvolle Wirkung haben, sich für ein paar Minuten zu diesem mini - Kraftort zu begeben und kurz Inne zu halten.




Ich freue mich immer über Rückmeldung, Feedback und darüber, wenn du meinen Beitrag mit deinen Lieben teilst, damit ich noch mehr menschen erreichen und inspirieren kann.


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Vielen Dank für deinen Besuch hier!

Hab noch einen wunderschönen Alltag,

Julia