Die Umbruchphasen im Leben - oder was dies mit Stürmen und Grashalmen zu tun hat

Aktualisiert: 22. Juli 2020


Welche Art Umbruch ist gemeint?


Wir kennen es alle. Eine Zeit lang läuft alles ruhig oder zumindest vorhersehbar und planmäßig vor sich hin bis zu dem Zeitpunkt, wo es in eine neue Richtung weiter gehen darf. Entweder weil wir uns bewusst dazu entschieden haben oder aber weil es unumgängliche Ereignisse gibt, die uns förmlich in einen Umbruch schubsen. Und dabei ist es ganz individuell, wie jeder einzelne mit diesen Veränderungen umgeht. Ob es sich nun um einen Umzug, Jobwechsel, emotional stark erlebte Phasen wie zum Beispiel Trennung, innere Prozesse, Neu- oder Um - Orientierung handelt. Jeder empfindet hierbei anders und nicht immer fällt es leicht, diese Zeiten durch zu stehen. Es passiert nicht all zu selten, dass man an einen Punkt im Leben kommt, an dem man gefühlt stagniert. Es scheint weder vor noch zurück zu gehen und alles wird einem zu viel. Die Kraft-Batterie scheint sich von Tag zu Tag mehr zu entladen.

Auf diese emotional herausfordernden Phasen möchte ich hier etwas näher eingehen.



Analogie des Sturms


Warum denn jetzt Sturm, fragst du dich?

Nun gefühlt befinden wir uns in der eben beschriebenen Lebensphase, mittendrin.


Der Sturm pustet alles ordentlich durcheinander, so auch unsre Gedanken. Es folgt ein wildes Karussell im Kopf und man scheint aufgrund der Lautstärke kaum noch zu hören, was die leiseren und weiseren Stimmen aus dem Herzen einem raten. Wir fühlen uns zunehmend unverbunden - mit anderen, aber vor allem mit uns selbst!

Uns dröhnt wortwörtlich der Kopf. Kommt dir dieses Szenario bekannt vor?


Der Sturm ist begleitet von Regen, der für die ein oder andere Träne in dieser speziellen Zeit steht. Aber der Regen hat auch eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft.

Wasser bringt alles zum fließen, es löst selbst aus hartem Stein Mineralien heraus.

Regen ist Teil eines riesigen Kreislaufes. Das ist jedem von uns eine gut verständliche Tatsache.

Wenn wir also zulassen, dass das Wasser unsere blockierenden, weniger fördernden oder gar lähmenden Gedanken aus uns heraus lösen, hinfort spülen und transformieren kann - so wie Regen neue Fruchtbarkeit ermöglicht und damit Eigenschaften wie Kreativität, Erneuerung und Wachstum verbindet. Wenn wir all das zulassen und vertrauensvoll loslassen, können wieder neue Räume in uns entstehen, die uns das Auffüllen mit neuer frischer Energie ermöglichen!

Genau dafür scheinen diese Stürme eben auch da zu sein.

Wir bekommen die Chance uns umzustrukturieren, neu auszurichten, neue Entscheidungen zu treffen, aber auch die Verantwortung für alles zu übernehmen, was repariert werden darf, weil es im Sturm zu Bruch gegangen ist!



Analogie Grashalm


Was hat all dies mit einer simplen und weniger anmutenden Pflanze, nämlich dem Gras zu tun?


Zunächst möchte ich auf ein universelles Gesetz eingehen, welches mir immer wieder zu denken gibt, mich aber auch dahin gehend entspannt, da ich dadurch Veränderungen besser für mich akzeptieren und annehmen kann:


Es gibt nicht nur die eine Ordnung, sondern viele Ordnungen!


Davon lebt die Vielfalt im gesamten Universum!


Was bedeutet das für uns?

Der Sturm pustet alles ordentlich durcheinander, das wissen wir ja nun aber es bekommt dadurch auch alles einen neuen Platz und somit auch eine neue Struktur und Ordnung. Immer und immer wieder!


Aber nun zum Grashalm: Wenn man sich mal vor Augen hält, wie viele Grashalme es überall gibt, scheint es schier unendlich zu sein. Und dabei gleicht kein Halm dem anderen. Ich möchte all die verschiedenen Grashalme einmal für

alle Möglichkeiten und neuen Wege, die wir stets im Leben zur Verfügung haben heranziehen. Jeder einzelne Grashalm steht für einen möglichen Weg und somit auch für eine von vielen Ordnungen. Und diese potenziellen Wege und Möglichkeiten sind immer da und verfügbar, auch wenn wir vor lauter Wolken im Sturm nicht weit blicken können und diese Tatsache dadurch oft übersehen.


Welche Eigenschaften hat der Grashalm noch? Im Gegensatz zu Bäumen, die im Sturm einfach umknicken können, ist Gras biegsam im Wind. Es bleibt flexibel und offen für alle Himmelsrichtungen, in die es sich biegen und bewegen kann. Und das scheinbar ganz unbeschadet. Dieses Bildnis soll uns daran erinnern, dass egal wie laut deine inneren Stürme gerade toben und selbst wenn du dich entwurzelt fühlst, deine Möglichkeiten zu handeln und zu entscheiden dennoch immer vor dir liegen!


Wir sollten das Gras um unsere Füße häufiger betrachten und uns erinnern, dass wir nur aus der Unruhe im Kopf heraus kommen, wenn wir die Aufmerksamkeit auf die Füße lenken. Warum?

Im Gegensatz zu einem hohen Baum, ist das Gras dem Boden ganz nah. Und so können auch wir dieses Bildnis für uns nutzen. Und anstatt, das wir uns in der Baumkrone (gedanklich) durchpusten lassen, besser erst einmal darauf konzentrieren, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Um also nicht im Sturm abzuheben und ziellos herumgewirbelt zu werden, können wir uns immer wieder an unsere "Base" erinnern und uns Erden Erden Erden!

Und so dem Sturm stand halten, weil wir komplett darauf vertrauen dürfen, dass er uns nichts anhaben kann, sofern wir es nicht zulassen.


Denn im Gegensatz zur Willkür des Wetters haben wir einen enormen Vorteil:

Wir sind in der Lage, die Kontrolle zurück zu gewinnen, das Ruder in die Hand zu nehmen und unser Boot aus dem Sturm zu lenken. In die Richtung, wo wieder die Sonne scheint. Aber dazu müssen wir die Verantwortung für dieses Ruder und die gesamte Crew unserer Gedanken und Gefühle übernehmen! Und ja, manchmal muss auch der ein oder andere (negative Glaubenssatz oder Gedanke) im Sturm über Bord geworfen werden, wenn er in unserem Boot randaliert! So schaffen wir es unser Ziel wieder neu auszurichten.

Vertraue immer darauf, dass du allein das kannst und das das Universum dabei stets hinter dir steht!




Ich hoffe dich haben diese Zeilen inspirieren können.

Wenn du magst kannst du dir dazu nochmal alles in Ruhe in der Podcast Episode #12 anhören,

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Vielen Dank für deinen Besuch hier!


Hab noch einen wunderschönen Alltag,

Julia

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